[Serie] Orphan Black – Doppelbesetzung kann ja jeder

Die Klonschwestern - Illustration von Monica Gallagher
Illustration von Monica Gallagher

Inhalt:

Die Kleinkriminelle Sarah Manning wird Zeugin am Selbstmord einer Frau. Seltsam nur, dass diese exakt so aussieht wie sie selbst. Sarah nimmt kurzerhand ihre Identität an, um das gut gefüllte Bankkonto leerzuräumen. Doch dann begegnet sie anderen Frauen, die ihr und der Toten zum Verwechseln ähnlich sehen. Als auch noch eine von ihnen vor Sarahs Augen ermordet wird, stößt sie auf ein Netz aus Geheimnissen, Lügen und Intrigen und die Folgen eines Klonexperiments.

Persönliche Meinung:

Orphan Black ist eine großartige Serie. Unbedingt anschauen!
Das ist eigentlich alles, was ich dazu zu sagen habe.

Na gut, wenn es denn sein muss, gehe ich noch etwas ins Detail:
Die Geschichte. Ihr werdet die Luft anhalten, ihr werdet fluchen, ihr werdet lachen, ihr werdet weinen und zwischendurch eure Kinnlade vom Boden aufheben müssen. Orphan Black ist spannend, liefert absolut unvorhersehbare Wendungen und mir ist auch noch kein extremer Logikfehler aufgefallen. Wie realistisch das Ganze eigentlich ist, kann ich als Wissenschaftsn00b nicht sagen, aber es klingt innerhalb dieser Serienwelt alles sehr plausibel.

Aber aufgepasst, Orphan Black ist eher ein Intrigen-Beziehungs-SciFi-Drama als ein Actionthriller. Die Serie hat diese eher „leise“ Spannung, keine fette „Knall-Bum-Päng“-Action.
Diese Art von Drama lebt natürlich von gut geschriebenen, dreidimensionalen Charakteren. Check!

Die Serien-Macher beglücken uns mit Menschen. Echte, gemeine, nette, verbitterte, unschuldige, getriebene, liebende, hassende Menschen (übrigens auch quer übers ganze LGBTQA+-Spektrum), mit Stärken, Schwächen, einer nachvollziehbaren Motivation und einer echten Entwicklung im Laufe der Serie.

Ironischerweise wird der Großteil dieser vielfältigen Figuren von einer einzigen Frau gespielt: Tatiana Maslany. Dieses Jahr wurde sie für ihre Mehrfachrolle in Orphan Black mit einem Emmy ausgezeichnet. Absolut verdient! Manchmal schlüpfen die Klone innerhalb der Geschichte in die Rolle einer anderen Klonschwester. Und selbst dann erkennt man als Zuschauer noch, welcher Klon eigentlich gerade in der Verkleidung steckt. Und wie ein Mensch es schafft, sich so viele verschiedene Akzente und Dialekte anzueignen und nicht durcheinander zu bringen, ist mir ein Rätsel.

Fazit:

Tut euch selbst einen Gefallen und seht euch Orphan Black an! Ihr werdet es nicht bereuen.

Nicht geeignet für:
  • „Zartbesaitete“ (Ab und zu spritzt ordentlich Blut und es wird auch mal richtig eklig)
  • Science-Fiction-Hasser
  • Spritzenphobiker
  • Fans von „fedder Action“
Geeignet für:
  • Leute, die die Wandlungsfähigkeit von Schauspielern fasziniert
  • Wissenschaftsethiknerds, die gerne über „Dürfen wir alles, was wir können?“ philosophieren
  • Alle, die einfach eine gut geschriebene, spannende Handlung mit glaubwürdigen, dreidimensionalen Figuren sehen wollen.
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