Senf zur Woche – Studie zu Verhütungsmethode für Männer abgebrochen, weil sie die gleichen Nebenwirkungen wie Pille für Frauen hat

An der University of Edinburgh wurde eine klinische Studie zur Verhütungsspritze für Männer abgebrochen.

Der Grund?

20 der mehr als 300 Teilnehmer beendeten die Studie vorzeitig wegen Nebenwirkungen wie Akne, Schmerzen durch die Injektion, depressiver Episoden und Veränderungen der Libido.
(…)
Nach dem Versuch wollten drei Viertel der beteiligten Männer die Verhütungsmethode trotz der Nebenwirkungen weiter anwenden. Dennoch betrachtete ein Sicherheitskomitee die Effekte, die bei der etablierten Antibabypille für Frauen ebenfalls auftreten, als zu schwer wiegend, um den Versuch fortzusetzen.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Nebenwirkungen, die zahlreiche Frauen in Kauf nehmen, weil die Pille seit Jahrzehnten von Medien, Gesellschaft und Frauenärzt*innen als erste Wahl zur Verhütung gehandelt wird, ist Männern nicht zuzumuten.

Versteht mich nicht falsch, ich gönne niemandem solche unangenehmen Veränderungen im Körper. (Die Anti-Baby-Pille sehe ich inzwischen auch ziemlich kritisch.)
Trotzdem wird da wieder die Zwei-Klassen-Gesellschaft beim Thema Verhütung deutlich. Ich habe das Gefühl, dass sichere Empfängnisverhütung für Männer als eine Art nettes Extra betrachtet wird, anstatt als Notwendigkeit. Dabei besteht die Nachfrage doch eindeutig, wenn drei Viertel der Studienteilnehmer auf die Nebenwirkungen scheißen und das Zeug trotzdem weiter nehmen wollen!
Ich wünsche uns allen, dass die Medizin nicht aufhört, nach sicheren Verhütungsmethoden ohne gesundheitliche Nachteile zu suchen, unabhängig vom Geschlecht. Das würde die Welt nur besser machen.

Interessant dazu: Vasalgel klingt wie eine traumhaft simple und sichere Verhütungsmethode für Männer und könnte schon 2018 auf den Markt kommen.

 

Eure Meinung, kritischen Gedanken und Denkanstöße – Immer her damit, schreibt gerne einen Kommentar!

 

Senf zur Woche – Trumps Aussagen brauchen keine Satiriker, der macht das selbst

Donald Trump.
Es gibt so vieles, was ich zu diesem Menschen schreiben könnte und das Wenigste davon wäre neu. Aber jetzt bin ich auf einen echten Kalauer gestoßen:

„As an example of the power structure I’m fighting, AT&T is buying Time Warner and thus CNN, a deal we will not approve in my administration because it’s too much concentration of power in the hands of too few,“ Trump said during a speech on Saturday.

Quelle: cnn.com

Ich musste lachen. Trump ist das Musterbeispiel eines Politikers, der absolut offensichtlich nach Macht und Alleinherrschaft strebt und als Präsident die Demokratie mit Füßen treten würde. In diesem Zusammenhang wirkt dieses Zitat wie reine Selbstsatire.

Bitter, dass er trotzdem bei so vielen Leuten ankommt. Ich versteh’s nicht.

Blogpause

Der Blog ist in letzter Zeit etwas zugestaubt und so schnell kann ich diesen Zustand leider auch nicht ändern. Deswegen kündige ich jetzt hochoffiziell eine Blogpause an. Wann der Staub hier wieder aufgewirbelt wird, kann ich nicht genau sagen. Bis dahin will ich mir aber einige Gedanken zum Gesamtkonzept von „So, aber Anders“ machen.

Ich wünsche euch einen entspannten Jahresausklang und einen fantastischen Start ins neue Jahr!

 

~Fi